Manchmal sind es nicht die großen Publisher, sondern die Fans selbst, die zeigen, wo es langgeht. Genau das passiert gerade mit einem neuen Fan-made Fighting Game, das Capcom- und Square-Charaktere in klassischer 90er-Jahre-Manier aufeinander loslässt. Der Name: „Capcom vs Square: Parallel Destinies“.

Das Projekt läuft auf der I.K.E.M.E.N. Go Engine und setzt bewusst auf Oldschool-Tugenden: 2D-Sprites, 1-gegen-1-Kämpfe, simples 4-Button-System und ein Kampftempo, das eher an Arcade-Hallen als an moderne E-Sport-Arenen erinnert. Kurz gesagt: Retro pur.

Sehr spezielle Charakter-Auswahl

Besonders spannend ist die Charakterauswahl. Statt der erwartbaren Cloud-vs-Ryu-Schlachten gibt es eine eher nerdige Mischung: Ryu, Zero oder Tessa treffen auf Square-Vertreter wie Agrias aus „Final Fantasy Tactics“ oder Figuren aus eher obskuren Ecken des Katalogs. Genau das sorgt online für Diskussionen. Die einen feiern die Tiefe, die anderen vermissen die ganz großen Namen.

Begleitet wird das Ganze von einer größeren Debatte: Warum gibt es so etwas nicht offiziell? Viele argumentieren, dass Capcom, Square Enix (und auch Sega) hier seit Jahren eine offensichtliche Marktlücke ignorieren. Der Hunger nach stylischen Crossover-Fightern ist da.

Natürlich bleibt „Parallel Destinies“ ein inoffizielles Fanprojekt, mit allen rechtlichen Risiken, die dazugehören. Aber als Liebeserklärung an die goldene Fighting-Game-Ära funktioniert es hervorragend. Die Demo zum Spiel findet ihr hier.

Seid ihr auch der Meinung, dass Capcom und Square Enix eine große Chance liegen lassen, indem sie selbst nicht so ein Crossover schaffen?

Bild: Capcom, Square Enix, cvsqfangame

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