Wenn man dachte, „Doom“ sei schon auf jeder erdenklichen Hardware gelaufen, kommt jetzt der nächste absurde Eintrag für die Liste: menschliche Neuronen.

Forscher haben ein Experiment durchgeführt, bei dem gezüchtete menschliche Nervenzellen auf einem Chip mit dem 90er-Klassiker verbunden wurden. Die Zellen sitzen dabei in einer Petrischale und sind über Elektroden mit einem System gekoppelt, das Spielinformationen in elektrische Signale übersetzt. Die Reaktionen der Neuronen werden wiederum in Steuerbefehle zurückgeführt.

Zwischen Running Gag und echter Forschung

Das Ergebnis: Eine Art biologisches „System“, das sich durch „Doom“ bewegt. Allerdings sollte man hier keine Speedruns erwarten. Das Ganze erinnert eher an jemanden, der zum ersten Mal Maus und Tastatur ausprobiert.

Warum ausgerechnet „Doom“? Der Shooter von 1993 ist längst Kult, wenn es darum geht, auf ungewöhnlicher Hardware zu laufen. Vom Taschenrechner bis zum Kühlschrank und jetzt eben auch auf lebenden Zellen.

Der eigentliche Hintergrund ist allerdings weniger ein Gag als vielmehr ernsthafte Forschung. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Lernprozesse im Gehirn funktionieren und ob sich daraus neue Formen von Computern entwickeln lassen. Stichwort: Biocomputing. Solche Systeme könnten in Zukunft energieeffizienter sein als klassische KI.

Von „denkenden Mini-Gehirnen“ oder gar Bewusstsein ist man aber weit entfernt. Es handelt sich um relativ einfache Zellnetzwerke ohne echtes Verständnis. Trotzdem bleibt festzuhalten: „Doom“ hat mal wieder gewonnen. Selbst vor der Biologie macht der Klassiker keinen Halt.

Worauf wird „Doom“ eurer Meinung nach als nächstes Laufen? Schreibt uns die absurdesten Vorschläge.

Bild: Id Software

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