In unserem mehrteiligen Special gehen wir auf Spurensuche und decken auf, woher die beliebtesten Nintendo-Charaktere ihren Namen haben. Hättet ihr gewusst, dass der knuffige Sauge-Flummel Kirby nach einem Rechtsanwalt benannt wurde?

Ähnlich wie bei Mario wurde Kirby nach einer wahren Person benannt. Doch der Reihe nach: Anfang der 1990er-Jahre arbeitete der noch junge Designer Masahiro Sakurai bei HAL Laboratory an seinem ersten Titel für den Game Boy. Das Ziel war es, ein möglichst einfaches Spiel zu erschaffen, das wirklich jeder genießen könnte.

Kirby’s Dreamland: Auch hier machte Kirby keinen Halt vorm Einsaugen

Das Kuriose: Kirby sollte weder so aussehen, wie er heute aussieht, noch Kirby so heißen. Tatsächlich war Kirbys heutiges Aussehen zunächst nur als Platzhalter gedacht, wie Sakurai in einem Interview verriet:

„Ich brauchte einen Platzhalter, um zu zeigen, wozu der echte Charakter im Spiel imstande war. Aber alle haben ihn so sehr gemocht, dass wir uns dazu entschlossen, das Design ohne größere Änderungen im Spiel zu behalten.“

So viel dazu. Seinen Namen hat der rosafarbene Flummel indirekt Donkey Kong zu verdanken. 1982 kam es zu einem Urheberrechtsstreit zwischen Universal Studios und Nintendo. Universal warf dem japanischen Videospielproduzent vor, King Kong kopiert zu haben und verklagte das Unternehmen.

Nintendo heuerte daraufhin den Anwalt John Kirby an, der auch schon große Fälle für Pepsi und General Foods gewonnen hatte. In einem klugen Schachzug verwies Kirby auf Universals gewonnenen Rechtsstreit gegen RKO Pictures in 1975. King Kong, argumentierte Universal seinerzeit, sei Allgemeingut und von daher lizenzfrei.

Das war der Befreiungsschlag für Nintendo. Zum Dank erhielt Kirby nicht nur ein Segelboot, das auf den Namen Donkey Kong getauft wurde, auch verewigte Nintendo seinen Namen im 1992 erschienenen Game-Boy-Titel „Kirby‘s Dream Land“.

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