Eigentlich gilt der Nintendo 3DS längst als abgeschlossene Ära. Produktion eingestellt, eShop dicht, Fokus voll auf Switch. Trotzdem passiert gerade etwas ziemlich Unerwartetes: Die Preise für gebrauchte 3DS-Konsolen explodieren.

Wer aktuell auf eBay, Kleinanzeigen oder Retro-Shops unterwegs ist, reibt sich verwundert die Augen. Für einen New Nintendo 3DS XL werden inzwischen häufig 200 bis 350 Euro aufgerufen und Sondereditionen gehen teils deutlich darüber hinaus. In Einzelfällen kratzen Angebote sogar am Preisniveau aktueller Konsolen. Für ein Handheld von 2011 wohlgemerkt.

Was ist der Grund?

Das Kuriose daran: Einen klaren Auslöser gibt es nicht. Nintendo hat nichts angekündigt, es gab keinen viralen Hype und auch kein großes Jubiläum. Trotzdem scheint die Nachfrage spürbar gestiegen zu sein.

Ein möglicher Faktor ist die zunehmende Knappheit. Gut erhaltene Geräte werden jedes Jahr seltener, vor allem Modelle ohne Displayschäden oder abgenutzte Scharniere. Gleichzeitig wächst der Retro-Status des 3DS: Viele Spieler verbinden ihn mit Klassikern wie „Fire Emblem Awakening“, „Animal Crossing: New Leaf“ oder „Pokémon X/Y“.

Auch die Homebrew- und Modding-Szene dürfte ihren Teil beitragen. Der 3DS gilt als vergleichsweise einfach zu modifizieren und ist beliebt für Emulation und Fan-Projekte – vorausgesetzt, man kommt noch an funktionierende Hardware.

Meint ihr, wir sehen hier nur eine kurzfristige Preisblase oder den Beginn eines dauerhaften Retro-Booms des 3DS?

Bild: Nintendo

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