Die Geschichte rund um die Holzpuppe Pinocchio ist zwar traurig, aber auch sehr lehrreich. Sie hat uns allen beigebracht, dass man nicht lügen soll. Wir schauen uns an, wie der Klassiker gealtert ist und warum er in jede SNES- bzw. Game Boy-Sammlung gehört.

Erschienen ist das Adventure 1996 für das SNES, den Sega Genesis und auf dem Game Boy. Für die Konsolen wurde es von Virgin Interactive Entertainment entwickelt, die Entwicklung für den Game Boy hat dann NMS Software übernommen. Wir haben uns die SNES-Fassung mal näher angeschaut.

Spielbarer Disney-Film

Gefühlt wurde jeder erfolgreiche Disney-Film in den 90ern als Videospiel umgesetzt. „Pinocchio“ gehört dabei zu den stärkeren Titeln, obwohl das Spiel die Story des Films eins zu eins übernimmt. Beziehungsweise ist es in die Schlüsselmomente des Films aufgeteilt. Ein Märchenbuch gibt die Story des Films wieder und schafft so die Rahmenbedingungen für die verschiedenen Level. Insgesamt gibt es sechs Level und ein Bonus-Level.

Die Level reichen vom ersten Level in der Stadt, wo Pinocchio auf dem Weg zur Schule ist, über einen Bühnenauftritt in Stromboli´s Marionetten-Show, bei dem ihr das Tanzbein schwingen müsst, bis hin zu einem Besuch auf dem Jahrmarkt. Als kleinen Gastauftritt dazwischen müssen wir als Jiminy, die Grille, eine Laterne vor Nachtfaltern schützen. Der Höhepunkt des Spiels ist aber der Bossfight mit dem „Coachman“.

Einen kleinen Einblick ins Spiel gibt euch das folgende Longplay-Video von World of Longplays:

Zeitlose Grafik und Original-Disney-Soundtracks

Das Schöne an Disney ist der nicht alternde Zeichentrickstil – sowohl in den Filmen, als auch in den Videospielen. Dadurch sind die Spiele auch heute noch zeitlos und laden zum erneuten Genießen ein. Hinzu kommen auch die liebevollen Details, die man aus den Filmen kennt. So schlackst Pinocchio wie im Film durch die Level, prügelt sich wie im Cartoon mit den rauflustigen Gänsen und auch beliebte Charaktere wie Jiminy, die Grille haben ihren Auftritt.

Untermalt wird das Ganze mit Musikstücken, die wir aus dem Film bereits kennen. Sie wurden zwar an die Konsole angepasst, dennoch hat man sofort die bekannten Melodien im Kopf und der ein oder andere kann bestimmt auch den Text aus den Filmen mitsingen. Besonders im Kopf bleibt dabei z.B. Stromboli´s Marionetten-Show mit dem Song „I´ve got no Strings“.

Die Moral von der Geschicht: Lügen darf man nicht!

Das „Pinocchio“-Videospiel zeigt auf wunderschöne Weise, wie man einen Film auch in ein Videospiel verwandeln kann, ohne dass es kitschig oder abgedroschen wirkt. Virgin Interactive Entertainment hat es geschafft, die Hauptbotschaft des Films, nicht zu lügen und den richtigen Weg zu gehen, hervorragend ins Spiel zu übertragen. Auch technisch kann das Spiel überzeugen, denn die Steuerung ist simpel und sehr genau, sodass z.B. im ersten Level sehr präzise Sprünge auf den Dächern der Stadt möglich sind.

Vor der Achterbahn muss sich Pinocchio in Acht nehmen, da die Strecke mittendrin beschädigt ist.

Dennoch gibt es auch einige Kritikpunkte. So ist mir aus heutiger Sicht der Schwierigkeitsgrad zu gering. Ich habe das Spiel beim erneuten Anspielen für den Klassiker-Check leider innerhalb einer Stunde durchgespielt. Das liegt aber vor allem daran, dass man heutzutage auch anderes gewohnt ist – mir sind die Gegner zu einfach, da sie immer denselben Mustern folgen und schnell durchschaubar sind. Trotz der geringen Schwierigkeit gehört „Pinocchio“ zu meinen absoluten Lieblingsklassikern, die ich immer wieder gerne auf dem SNES oder dem Game Boy spiele. Solltet ihr das Spiel noch nicht gespielt haben, dann kann ich es euch nur empfehlen.

Aussehen20 / 20
Soundtrack18 / 20
Spielspaß15 / 20
Story15 / 20
Umfang10 / 20

The good

  • Zeitlose Grafik mit tollen Details aus dem Film
  • Beliebte Charaktere wie Jiminy, die Grille haben auch ihren Auftritt
  • Musik, die im Ohr bleibt

The bad

  • Der Umfang des Spiels ist sehr überschaubar
  • Trotz Schwierigkeitseinstellung leider zu leicht
  • Gegner folgen immer denselben Angriffsmustern

Bild: Nintendo

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