Das nächste Kapitel in der langen Leidensgeschichte des „Prince of Persia: The Sands of Time“-Remakes endet, und zwar endgültig. Ubisoft hat das Remake des legendären Klassikers offiziell eingestellt. Ein Spiel, das seit seiner Ankündigung 2020 immer wieder verschoben, umgebaut und neu gestartet wurde, wird nun niemals erscheinen.
Besonders bitter: Laut Insider-Berichten soll das Remake intern bereits kurz vor der Fertigstellung gewesen sein. Nach Jahren der Entwicklungsodyssee, Studio-Wechseln (von Ubisoft Pune/Mumbai nach Montréal) und stillen Fortschrittsmeldungen war also tatsächlich Licht am Ende des Tunnels, nur um dann doch ausgeschaltet zu werden.
Ubisoft zieht den Stecker
Der Grund: Ubisofts aktuelle Lage. Der Publisher steckt mitten in einer umfassenden Umstrukturierung. Mehrere Projekte wurden gestrichen, andere verschoben. Ubisoft will sich stärker auf große Marken, sichere Einnahmen und moderne Geschäftsmodelle konzentrieren. Aber auch die Entwickler selbst meldeten sich zu Wort und bezeichneten die Entscheidung als „zutiefst enttäuschend“, weil man dem Franchise und den Fans nicht gerecht werden konnte. Scheinbar waren sie selbst mit ihrem bisherigen Produkt nicht ganz zufrieden. Zeit, um das Spiel noch weiter zu verbessern, haben sie augenscheinlich nicht mehr bekommen.
Für Retro-Fans ist das besonders schmerzhaft. „Sands of Time“ gilt bis heute als Meilenstein der 3D-Jump’n’Runs: akrobatisches Platforming, Zeitmanipulation, ikonisches Leveldesign. Ein liebevoll modernisiertes Remake hätte dem Klassiker eine zweite Chance gegeben – ähnlich wie bei „Resident Evil“ oder „Dead Space“.
Stattdessen bleibt Fans nur das Original von 2003. Ob „Prince of Persia“ jemals wieder zu alter Stärke zurückfindet? Hoffnung macht immerhin „The Rogue Prince of Persia“, das sich spielerisch stark an den Wurzeln orientiert.
Wie ist eure Meinung zu Ubisofts Entscheidung?
Bild: Ubisoft
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