HAMSTER Corporation, unser aller zuverlässiger Partner in Sachen Arcade-Ports, hat eine besondere Perle ausgegraben: „The Outfoxies“. Bei diesem Arena-Fighter mit Shooter-Twist könnt ihr mit blanken Fäusten oder mit einer von zahlreichen Waffen, die verstreut herumliegen, eure Gegner erledigen.
The Outfoxies stammt von 1995 und wurde von Namco entwickelt. Die Erwartung an Qualität mit so einem starken Studio im Hintergrund erfüllt sich absolut. Leider hatte der Arcade-Titel kaum eine kommerzielle Chance. Im Erscheinungsjahr waren bereits Saturn und PlayStation auf dem Markt, mit dem verheißungsvollen Versprechen, dass 3D – und nur 3D – die Zukunft sei.
Die dynamischen Areale, auf denen man seine Fights ausübt, sind ein echter Hingucker. Die Gebiete sind um einiges facettenreicher als bei einem „Smash Bros.“, auch wenn man die Titel nur schwer unmittelbar vergleichen kann. Wir spielen in einem Zirkus, einer Art Sea-World-Ausstellung oder auf einer altmodischen Dampflok, die voll in Fahrt ist. Die Auftragskiller, mit denen wir es zu tun bekommen, sind raffiniert designt und verfügen jeweils über ein eigenes Moveset.
Zwei-Player-Hit
Schnell wird klar: Wir haben es hier mit einem rasanten kompetitiven Multiplayer-Knaller zu tun. Die KI ist auch völlig in Ordnung und der Reiz ist da, alle Computer-Gegner nacheinander zu erledigen. Volles Potenzial erschließt sich aber gemeinsam mit einem Freund auf der Couch.
Grafisch ist der 2D-Titel gelungen. Lediglich kann man beim Rein- und Rauszoomen der automatischen Kamera auch mal den Überblick verlieren. Hin und wieder entsteht ein kryptischer Pixelbrei, der einen für Sekunden orientierungslos zurücklässt. Aber: Wir ziehen noch immer den Hut vor so viel kreativer und detailreicher Pixelkunst.
Soundtechnisch wurde hier dem Spiel Dienliches geschaffen. Jede Arena wird musikalisch passend untermalt. Die Sprachausgabe allerdings überzeugt nicht ganz: Eine tiefer gepitchte Männerstimme soll den nötigen Action-Vibe liefern, man versteht aber nur mit äußerster Konzentration, von was gerade die Rede ist.
In Sachen Präsentation ist es das klassische rot-weiße HAMSTER-Design, was in Menüs auf uns wartet. Wir haben es schon in anderen Reviews anklingen lassen: Da geht mehr. Die Präsentation des Spieles an sich ist aber cool. So werden Gegner, wie der Zylinder-tragende Affen-Gangster, auf flimmernden Fernsehmonitoren angezeigt: Schönes Detail.
Vom Gesamtpaket her kann man nicht meckern: Man hat die Single-Player-Kampagne und man kann viel Zeit zu zweit mit dem Titel verbringen. 14,99 Euro für die Standardversion für Switch 1 und Co. und 16,99 Euro für die etwas erweiterte Fassung für zeitgenössische Konsolen ist für unseren Geschmack einen Hauch zu teuer für das rein digitale Produkt. Aber mei, lohnen tut sich die Anschaffung, vor allem für die mit historischen Videospielinteresse, auf jeden Fall. „The Outfoxies“ ist aber auch kein Spiel, das man nur in seinem zeitlichen Kontext betrachtet funktioniert: Es spielt sich flüssig und macht auch heute noch richtig Spaß!
Bild: HAMSTER Corporation
The good
- Zu zweit ein Knaller!
- Innovatives Spielprinzip
- Weitgehend solide Grafik
The bad
- Teilweise unübersichtlich
- Etwas zu teuer


















