Aus „Resident Evil Code: Veronica“ wird schlicht „Resident Evil Veronica“. Ja, das klingt erst mal so, als hätte Capcom einfach ein Wort auf dem Weg zum Remake verloren. Ganz so zufällig dürfte die Namensänderung aber nicht sein.
Mit dem neuen Titel macht Capcom ziemlich deutlich: Das kommende Remake soll keine reine 1:1-Neuauflage des Dreamcast-Klassikers werden. Stattdessen wird offenbar an Story, Ton und Inszenierung geschraubt. Laut Produzent Yoshiaki Hirabayashi soll das Remake den gleichen Stellenwert wie die nummerierten Hauptteile der Reihe haben. Der neue Titel orientiere sich deshalb an modernen Serieneinträgen wie „Village“ oder „Requiem“, deren Namen jeweils die zentralen Themen ihrer Geschichte widerspiegeln.
Mehr Tiefe für die Charaktere
Noch interessanter sind allerdings die Pläne für die Handlung. Wie Game Director Naoki Hamaguchi erklärte, bleibt die Geschichte zwar weiterhin Claire Redfields Abenteuer, die Ereignisse sollen jedoch neu angeordnet und teilweise anders interpretiert werden. Szenen würden nicht gestrichen, aber verschoben, um Veteranen zu überraschen und die Erzählstruktur zu modernisieren.
Gerade „Code: Veronica“ ist so ein Spiel, das viele Fans lieben, das aber auch ordentlich 2000er-Käse mit sich herumschleppt: große Gesten, schräge Dialoge und eine überdrehte Ashford-Familie. Besonders Letzteres steht dabei im Fokus. Alfred und Alexia Ashford sollen deutlich mehr Tiefe erhalten als im Original von 2000. Hirabayashi betonte, dass man Themen wie psychische Erkrankungen respektvoller behandeln und gleichzeitig stärker die dunklen Seiten menschlicher Emotionen erforschen wolle.
Auch Fan-Liebling – oder Nervensäge – Steve Burnside könnte zurückkehren. Offiziell bestätigt ist das zwar noch nicht, doch Hirabayashi deutete an, dass man auch ihm im Remake mehr Dimension verleihen möchte.
Eines scheint damit bereits festzustehen: „Resident Evil Veronica“ wird weit mehr als nur ein grafisch aufgehübschtes Remake.
Habt ihr das Original damals gespielt? Verratet uns, welche Elemente im Remake auf keinen Fall verändert werden dürfen.
Bild: Capcom
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