2005 brachte Videospieldesigner Michel Ancel in Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Regisseur „Peter Jackson’s King Kong“ von der Leinwand auf die Konsole. Herausgekommen ist ein launiges Action Adventure, das die Atmosphäre des Films gut einfängt.

Im Spiel zum Film übernimmt man abwechselnd die Rollen von Jack Driscoll und dem Riesenaffen King Kong ein und bekämpft allerhand prähistorische Kreaturen und Eingeborene auf der angsteinflößenden Totenkopf-Insel wie auch in den Häuserzeilen von New York City.

Hautnahe Action wie im Film

Auf der Flucht vor gefräßigen Dinosauriern
Die ständigen Begleiter: Angstschweiß und Zielwasser

Wer bei dem Kultfilm das Interesse verspürt, die Totenkopfinsel selbst zu erkunden, bekommt mit dem dazugehörigen Spiel die Gelegenheit. Um den Bezug zur Filmstory herzustellen, arbeiteten die Entwickler eng mit dem Regisseur zusammen.

Das Spiel startet mit zusammengeschnittenen Filmsequenzen aus dem Original. Anschließend schlüpft man direkt in die Rolle von Jack und wacht nach Schiffbruch am Ufer der Insel auf. Kurz darauf beginnt die Reise auf der Insel, welche von vielerlei Kreaturen erschwert wird.

Machtkämpfe zwischen den Giganten

In der Rolle von Jack gehören Speere, Schusswaffen und die prallen Fäuste zum Überleben dazu. Die menschliche Ebene wird aus der First-Person Sicht gespielt. Dennoch ist auch die Kraft von Jack begrenzt und reicht nicht aus, um die Giganten der Totenkopfinsel im Alleingang zu besiegen. Deswegen muss der Spieler in bestimmten Passagen selbst in die Rolle von Kong schlüpfen, die Insel als Riesenaffe durchqueren und gegen mächtige Dschungelkreaturen kämpfen. Wohlgemerkt alles, um seine geliebte Ann Darrow zu beschützen, welche Ihm als Opfergabe von den Eingeborenen überreicht wurde.

Um bei den Machtkämpfen nicht die Kontrolle zu verlieren, verfolgt man Kong in einer Third-Person Ansicht, damit die Steuerung flexibler ist. So kann man Kong einfach Dinge ergreifen, Hindernisse Zerschlagen oder Ranken hinaufklettern lassen. Zudem ist Kong in der Lage, seine Feinde umherzuschleudern, zu beißen oder für härtere Angelegenheiten in den Wut-Modus zu wechseln. Dieser kann durch das Trommeln auf seiner Brust ausgelöst werden, wodurch Kong mächtiger und weniger anfällig für Angriffe wird. So kann er auch gigantische Kreaturen bekämpfen, gegen die Jacks Waffen nutzlos sind.

Verstecktes HUD sorgt für Realismus

Eher ungewöhnlich ist die voreingestellt eingeschränkte HUD-Ansicht. Lebensleiste, Munitionsanzeige wie auch das Fadenkreuz selbst, sind standardmäßig deaktiviert. Die beiden letztgenannten lassen sich zwar aktivieren. Der „Blindflug“ soll den Spieler allerdings ermutigen, mehr auf alternative Waffen und Techniken zu setzen. Somit wird der Überlebensinstinkt realistischer in Betracht getriggert und der Spieler muss seine Entscheidungen geschickt wählen.

Easter Egg sorgt für Happy End

Jack Driscoll rettet King Kong
Jack Driscoll lässt den Himmel brennen!

Hat man beim erneuten Spielen der Level mindestens 250.000 Punkte gesammelt, so kann man ein deutlich positiveres Ende für den Riesenaffen freischalten. In der End-Sequenz steuert man als Jack Driscoll ein Flugzeug und rettet King Kong, in dem man die ihn angreifenden Flugzeuge vom Himmel schießt. Ist man dabei schnell genug, so wird man anschließend mit einer Bonus-End-Sequenz belohnt, in der Kong gerettet und sicher nach Skull Island zurückgebracht wird. Dafür wurde den Spieleentwicklern sogar das ausdrückliche Einverständnis des Filmregisseurs gegeben.

Aussehen19 / 20
Soundtrack19 / 20
Spielspaß18 / 20
Story15 / 20
Umfang18 / 20

The good

  • Die schaurige Atmosphäre wurde perfekt in Szene gesetzt.
  • Realistisches Gameplay durch beschränktes HUD.
  • Nähe zum Film.

The bad

  • Der Spielspaß als Kong war nebensächlich.
  • Das Spiel hätte bereits vor dem Schiffsbruch einleiten sollen.
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