Die Arcade-Halle „Sega Ikebukuro Gigo“ am 20. September dieses Jahres für immer ihre Pforten schließen. Grund dafür ist ein auslaufender Pachtvertrag. Damit geht eine 28-jährige Gaming-Geschichte zu Ende.

Nach der Eröffnung 1993 ist das „Sega Ikebukuro Gigo“ zu einem Wahrzeichen des Viertels Ikebukuro avanciert und zog viele Touristen aus aller Welt in seinen Bann. Damit reiht sich die Arcade-Halle in die Riege der geschlossenen Spielhallen ein, denn bereits Anfang des Jahres mussten das „Akihabara Kigo“ und das „Silk Hat“, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, schließen.

Gebäude in schlechtem Zustand

Laut Kotaku ist im Fall von „Sega Ikebukuro Gigo“ aber nicht nur die Corona-Pandemie Schuld. Grund für die Schließung ist, dass das Gebäude saniert werden muss und auch der befristete Baupachtvertrag ausläuft. Die Spielhalle gab die offizielle Ankündigung über Twitter bekannt und dankte ihren Unterstützern für die langjährige Treue.

Touristenmagnet

Das „Sega Ikebukuro Gigo“ ist von Sega hauptsächlich eingesetzt worden, um neue Arcade-Spiele zu testen. Doch neben den japanischen Spielern zog es auch massenhaft Touristen an. Das lag nicht nur an den Arcade-Spielautomaten, sondern auch an einen Taiyaki-Stand, den Sega dort untergebracht hatte.

Taiyaki ist ein japanisches Gebäck, das in Form von Fischen auf einer Bratplatte gebraten wird. Traditionell wird es mit Anko (süße Paste aus roten Bohnen) gefüllt, es kann aber auch mit einer Vanille-Creme, Matcha-Creme (aus grünem Tee) oder Schokoladen-Creme gefüllt werden.

Im Moment bleiben die Touristen aber auch weiterhin aus. Denn Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Einreise nach Japan nicht gestattet. Wann das wieder erlaubt sein wird, ist noch unklar, sodass wir wahrscheinlich leider nie wieder in den Genuss kommen können, im „Sega Ikebukuro Gigo“ zu spielen.

Jahrelangen Kampf leider verloren

Doch auch vor der Pandemie kämpften die Arcade-Hallen um ihr Überleben. So gab es 1989 beispielsweise 22.000 Arcade-Spielhallen im Land. 2019 waren es nur noch 4.000. Und die Zahlen schwinden weiter. Der endgültige Sargnagel für viele der Spielhallen war aber definitiv die Corona-Pandemie, die auch dafür verantwortlich sein dürfte, dass der Marktführer Sega im vergangenen November 85 Prozent seines Arcade-Geschäfts verkauft hat.

Ob noch weitere Arcade-Hallen von Schließungen betroffen sind, wird sich zeigen, doch in jedem Fall wird es den Stadtteil Ikebukuro verändern und ein Stück Gaming-Kultur wird für immer verschwinden.

Bild: Adobe Stock-hoshi / Taiyaki Bild: Von Toto-tarou – Photo by Toto-tarou

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