Fast 20 Jahre nach seinem ursprünglichen Release bekommt der Xbox-360-Klassiker „Blue Dragon“ eine zweite Chance auf dem PC. Möglich macht das allerdings nicht Microsoft, sondern ein ambitioniertes Fan-Projekt namens „re:Blue“.

„Blue Dragon“ erschien 2006 in Japan und ein Jahr später bei uns für die Xbox 360. Das JRPG entstand unter der Leitung von „Final Fantasy“-Schöpfer Hironobu Sakaguchi und sorgte nicht zuletzt durch das Charakterdesign von „Dragon Ball“-Zeichner Akira Toriyama für Aufmerksamkeit. Einen offiziellen PC-Port gab es bislang nicht.

Moderner als je zuvor

Genau hier setzt „re:Blue“ an. Das Projekt bringt „Blue Dragon“ nativ auf moderne Rechner und setzt dabei nicht einfach auf klassische Xbox-360-Emulation. Stattdessen wird der ursprüngliche PowerPC-Code des Spiels für aktuelle Systeme rekompiliert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Unterstützt werden Windows, Linux und macOS sowie das Steam Deck. Dazu gibt es moderne Extras wie Auflösungen bis 4K, Ultrawide-Support, höhere beziehungsweise freischaltbare Bildraten und verschiedene Grafikoptionen. Auch Maus und Tastatur werden unterstützt. Für Modder soll das Projekt ebenfalls interessante Möglichkeiten bieten.

Ganz ohne das Original geht es allerdings nicht. „re:Blue“ enthält keine Spieldaten. Wer loslegen möchte, benötigt deshalb die Daten der drei originalen Xbox-360-Discs von „Blue Dragon“.

Für Retro- und JRPG-Fans ist das Projekt trotzdem eine ziemlich spannende Sache. Gerade Spiele, die über Jahre an eine einzelne Konsolengeneration gebunden waren, könnten durch solche Rekompilierungsprojekte langfristig deutlich einfacher auf moderner Hardware erhalten bleiben.

Und mal ehrlich: Ein „Blue Dragon“ in 4K auf dem Steam Deck? Damit hätte 2007 wohl kaum jemand gerechnet. Was haltet ihr von „re:Blue“? Würdet ihr „Blue Dragon“ noch einmal auf dem PC spielen?

Bild: Microsoft

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