Das erweiterte Online-Angebot der Nintendo Switch steht nun seit dem 26.10.2021 zur Verfügung. Neben dem N64-Angebot können auch Sega Mega Drive-Spiele genutzt werden. Doch schon zu Beginn der Veröffentlichung stand die N64- und Sega Mega Drive-Erweiterung unter keinem guten Stern. Wir schauen uns alle Probleme etwas genauer an und geben euch eine eigene Einschätzung zum „neuen“ Online-Angebot.

Das Online-Angebot von Nintendo lässt euch dank Virtual Console eine Auswahl an NES-, SNES- und seit neustem auch Nintendo 64- und Sega Mega Drive-Spielen spielen. Solltet ihr den Dienst noch nicht genutzt haben, dann haben wir euch hier den Overview-Trailer noch einmal verlinkt:

Probleme zum Start

Bereits einen Tag nach dem Start sorgten die N64-Spiele für Probleme. Neben Input Lags waren vor allem auch die technischen und grafischen Probleme ein Ärgernis. Eine vollständige Liste der Startprobleme könnt ihr in unserem Artikel „Nintendo Switch: N64-Spiele machen Ärger“ finden.

Viele der Fans hatten damals mehr von Nintendo erwartet und waren dementsprechend auch etwas ungehalten. Auch die Fachpresse nahm den Unmut der Fans wahr.

Lineup und Preis sind nicht miteinander vereinbar

Viele Fans stört vor allem das Preis-Leistungsverhältnis, denn das liegt laut den Fans nicht ganz in Waage. So wurde der Preis der Online-Mitgliedschaft, sofern man das neue Angebot nutzen möchte, angehoben. Eine Einzel-Mitgliedschaft kostet nun für ein Jahr 39,99 Euro und die Familien-Mitgliedschaft 69,99 Euro. Das ist bei vielen Fans angesichts des doch eher geringen Spieleangebots etwas sauer aufgestoßen.

Mit neun Nintendo 64-Spielen und 14 Sega Mega Drive-Klassikern ist das Start-Lineup für den ein oder anderen ein wenig mager, trotz Blockbuster-Titeln wie „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, „Super Mario 64“ und „Banjo-Kazooie“. Viele der Fans sind nicht bereit, für nicht gut laufende Spiele und ein zu kleines Angebot das Doppelte vom Preis zu zahlen.

Klar hat Nintendo bei den Problemen durch Patches nachgebessert, aber das Lineup wird leider nur schleppend erweitert. So erscheint nach zwei Monaten ohne Releases am 10. Dezember „Paper Mario“ und erweitert die Bibliothek um ein Spiel. Den Spielern ist das allerdings zu wenig und viele fragen sich nicht ohne Grund, warum nicht mehr Spiele veröffentlicht werden, womit dann auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen würde.

Nostalgie sollte Spaß machen

Als Spieler bin ich mit dem N64 aufgewachsen. Wenn die Hausaufgaben nach der Schule erledigt waren, gab es nichts Besseres als mit Freunden oder meinem Vater „Mario Kart“ oder „Diddy Kong Racing“ zu spielen. Dementsprechend war ich sehr euphorisch, als Nintendo das Online-Angebot mit N64- und Sega Mega Drive-Spielen erweitert hat.

Jedoch war der Start alles andere als gut und technische Probleme wie Input Lags und fehlende Features – beispielsweise in „Mario Kart 64“ Geistdaten speichern zu können – haben mein Nostalgiegefühl dann doch etwas getrübt.  Mittlerweile hat Nintendo ein wenig nachgebessert und die Spiele sind mittlerweile recht gut spielbar, doch habe ich an Nintendo eigentlich immer höhere Erwartungen gehabt. Diese konnten sie bis jetzt leider nicht erfüllen.

Neben den bekannten Problemen fehlen mir mehr Spiele und ich hoffe auf Nachbesserung, denn ich bin wie sehr viele andere Fans durchaus bereit, mehr zu zahlen. Deswegen hoffe ich, dass Nintendo im neuen Jahr weiter an seinem Online-Angebot arbeitet und es dann auch sein Geld wert ist. Denn gerade für jüngere Spieler, die nicht mit der Nintendo 64 aufgewachsen sind oder ältere Spieler wie mich hält das N64 noch den ein oder anderen Titel bereit, den man unbedingt gespielt haben sollte.

Wie ist eure Meinung zum Online-Angebot? Schreibt es uns in die Kommentare!

Bild: Nintendo

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