Der Trend ist kaum zu übersehen: Spiele auf Disc verlieren immer mehr Marktanteile, während Downloads längst den Löwenanteil der Verkäufe ausmachen. Der Paukenschlag kam dann mit PlayStations Ankündigung, ab Januar 2028 keine physischen Discs für neu erscheinende Spiele mehr zu produzieren. Bei Capcom scheint man sich deshalb allerdings keine großen Sorgen zu machen.

Wie der japanische Publisher im Rahmen seiner aktuellen Geschäftszahlen erklärte, entfielen zuletzt satte 93,3 Prozent der verkauften Spiele auf digitale Versionen. Lediglich 6,7 Prozent der verkauften Einheiten entfielen demnach auf physische Versionen. Für Capcom ist der kleiner werdende Disc-Markt daher offenbar kein Grund, nervös zu werden.

Disc bleibt für Sammler wichtig

Ganz so eindeutig sind die Zahlen allerdings nicht. Ein großer Teil von Capcoms Verkäufen stammt vom PC und dort spielen physische Versionen praktisch keine Rolle mehr. Auf Konsolen dürfte der Anteil von Spielen auf Disc also weiterhin deutlich höher liegen. Dazu kommt Capcoms riesiger Backkatalog: Ältere Titel wie „Resident Evil“ oder „Monster Hunter“ werden in den digitalen Stores regelmäßig für kleines Geld angeboten.

Wir Retro-Fans schauen trotzdem besorgt auf die Entwicklungen. Schließlich geht es bei physischen Spielen nicht nur darum, eine hübsche Box ins Regal zu stellen. Discs lassen sich verleihen, gebraucht kaufen und verkaufen. Sie funktionieren im besten Fall auch noch dann, wenn ein digitaler Store irgendwann abgeschaltet wird.

Capcom selbst sieht jedenfalls keinen Grund zur Panik und dürfte auch weiterhin physische Versionen seiner großen Spiele veröffentlichen. Klar ist aber auch: Die Disc entwickelt sich zunehmend vom Standardprodukt zum Sammlerstück. Für Retro-Fans dürfte genau das ein ziemlich vertrautes Gefühl sein.

Wie steht ihr zur Entwicklung? Kauft ihr Spiele noch auf Disc oder seid ihr längst komplett digital unterwegs?

Bild: Capcom

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